Gott wir müssen reden- wie fühlt sich glauben an??

gott a2

 

Ihr lieben Wolkengucker!!

 

Immer, wenn ich auf der A2 Richtung Heimat fahre, treffe ich Gott.

Auf der Höhe Magdeburg, hängt ein riesiges Schild, mit den tragenden Worten: ” Ich halte Dich – Gott. ”

Je nach Stimmung antworte ich ihm unterschiedlich. Mal: “Ach hör auf, ich bin doch viel zu schwer.” Oder: “Danke, voll nett von dir!” Und die letzten Jahre, war es meistens: “Ach ja!? Davon merke ich aber gerade nicht so viel.”

Als mit dem Krieg in Syrien, das Leid ungefiltert in mein Leben floß, fing ich an zu zweifeln, dass Gott wußte, was er da tat. Er und ich stürzten in eine tiefe Beziehungskrise. Und ja, ich gebe es zu. Ich nannte ihn sogar häufiger einen Sadisten.

Als ich jeden Tag mitbekam, wie meine Familie litt, Geschichten hörte, die ich bis heute nicht verarbeitet habe, Freunde und Verwandte auf grausame Weise verlor, waren seine Wege für mich nicht mehr unergründlich. Nein, ich fand sie abgrundtief häßlich.

Und schließlich hörte ich ganz auf zu glauben. Zuerst an ihn. Und dann an das Gute in der Welt. Stattdessen kroch eine Angst in mein Herz, die ich so nicht kannte. Die Angst vor Menschen. Und vor dem, wozu sie tatsächlich fähig sind.

Vier Jahre später habe ich mich an diese Angst gewöhnt. Sie ist einer Art widerwilliger Akzeptanz gewichen. Und so langsam nähern Gott und ich uns wieder an.

Denn ich habe seine härteste Lektion verstanden: Immer dann, wenn wir die Hoffnung längst verloren haben, bricht das Sonnenlicht unsere Tränen. Zu einem wunderschönen Regenbogen.

Hier fünf weitere Dinge, die ich über Glauben glaube ->


 

Lilia’s Checkliste “5 Sätze für ein Halleluja”:

1. Ich glaube an die Konsequenz meinglaubener eigenen Entscheidungen !

2. Ich glaube, dass Gott kein alter Mann mit Bart ist -> sondern Energie !

3. Ich glaube, dass diese Energie Liebe ist !

4. Ich glaube, dass wir die Wahl haben, ob wir uns mit dieser Energie verbinden -> oder nicht !

5. Ich glaube, dass es Gott total egal ist, ob wir an ihn glauben -> er ist auch so berühmt genug!

 

 


 

Außerdem habe ich in den letzten Monaten wieder mit der Königsdisziplin des Glaubens begonnen: Dem Wünschen.

Ich wünsche mir eine Welt, in der das Gute im Menschen überwiegt.

 

Glauben ist sexy & fühlen machte frei,

Eure L*

 

Es kommt die Zeit- in der das Wünschen wieder hilft

Wünsch Dir Was (Die Toten Hosen)

Lilia Wolke

Lilia Wolke ist eigentlich ganz schön seriös & hat jahrelang als gelernte Arzthelferin und studierte Diplom Medizinökonomin im öffentlichen Dienst von Gesundheitseinrichtungen gearbeitet. Dann wurde Lilia 30 und unglücklich. Sie ertrug ihr leeres Leben nicht mehr. Also beschloss sie ihre Sicherheiten aufzugeben, löste ihren Bausparer auf und zog nach Berlin. Sie schrieb ein Buch über ihre Auszeit und träumt davon, es eines Tages gedruckt in ihren Händen zu halten. Vor Kurzem wurde Wolke dann tatsächlich an der Berliner Journalistenschule angenommen und arbeitet gerade fleißig daran, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Lilia lebt jetzt seit zwei Jahren als Journalismusstudentin in Berlin, frei nach ihrem Motto: Ich bin verrückt - und das ist auch gut so !!

10 opinions on “Gott wir müssen reden- wie fühlt sich glauben an??”

  1. Ich denke eines der größten Geschenk von Gott an die Menschen ist ein freier Wille und ein freier Geist… eigenes Tun und Handeln… wir müssen nur verantwortungsvoll damit umgehen. Liebe Grüße, Polly ☺

    1. Liebe Polly- das glaube ich auch! Bei vielen herrscht da leider etwas Nachholbedarf- was die Verantwortung angeht- aber ich geb die Hoffnung nicht auf 😉 Danke für deine Meinung!! Alles Liebe L*

  2. Schön wieder von dir zu lesen =)
    Hast du nett geschrieben, ich denke auch Gott wird es lesen und dir folgen. Ist doch klar! Ich bin ja eine Freundin von Gott und mir hilft es, dass ich mir sagen: Alles hat einen Sinn und das “Dunkle” bringt einen das Gute, die leuchtenden Sterne oder eine neue Sicht auf die Welt. Und über die großen schlechten Dinge, ja da suche ich auch lange oder immer noch nach dem Guten. Ich hoffe das ich fündig werde =) Dir viel viel Sonnenschein <3 <3 <3

    1. Haha- vielen Dank meine Liebe!!! Wenn Gott jetzt mein Follower ist- dann kann ja nicht viel schief gehen 😉
      Danke auch für deine schönen (und weisen) Worte! Wünsche uns beiden, dass wir das Gute immer wieder suchen und finden! Und vielleicht haben wir schon ganz viel Glück, dass wir selbst im Dunkeln noch (einen Sinn) sehen..!?
      Viel Sonne und alles Liebe zurück <3 <3 <3

  3. “Immer dann, wenn wir die Hoffnung längst verloren haben, bricht das Sonnenlicht unsere Tränen. Zu einem wunderschönen Regenbogen.” Oh ja!!!!

    Deine 5 Tipps für ein Halleluja kann ich nur unterschreiben!
    Schönes Thema, schöner Text – passt (wie sollte es auch anders sein) heute perfekt zu meiner Stimmung 🙂

    Drück dich!

    1. Ohhh vielen Dank!!! Das ist schön zu hören und wärmt mein Herz!! Wie immer passen deine Worte auch zu meiner (schlaflosen) Stimmung… 😉 Schick dir einen festen Drücker aus Berlin… und ganz bald auch eine lange Nachricht in Facebook 😉 Kussi

  4. Liebe Lilia,

    mit diesem Thema triffst du bei mir einen Nerv, denn ich grüble auch schon sehr lange, welches Verhältnis ich wohl zu Gott und meinem Glauben habe. Als Kind und Jugendliche wurde ich christlich erzogen und war viel in der Kirche. Mit Beginn des Erwachsenenalters habe ich Glaube und Kirche für mich getrennt, da ich die Institution als solches in vielen Dingen kritisiere. Der Glaube ist mir aber geblieben und so betete ich immer mal wieder, meist kurz vor dem Schlafengehen. In den letzten Jahren mit vielen teils sehr harten Prüfungen (so sehe ich Lebensphasen, in denen es überhaupt nicht läuft und man viel zu ertragen hat). Klingt jetzt vermutlich sehr pathetisch, aber ich glaube, das jede dieser Phasen einen weiter bringen und man wertvolle Erfahrungen sammelt. Sie lehren einen auch, das Gute, das einem widerfährt mehr zu schätzen. Inzwischen bete ich (leider) nur noch selten, aber den Glauben habe ich so ganz nicht aufgegeben. Du findest sicher auch deinen ganz eigenen Weg, wieder mit ihm Kontakt aufzunehmen.

    Viele liebe Grüße, Silke

    P.S.: diese Plakate finde ich persönlich eher unpassend in der heutigen Zeit, vor allem, weil es wie eine Sekte klingt, die für sich wirbt. So rettet die Kirche sich selbst nicht.

    1. Liebe Silke-

      vielen Dank für deine Gedanken zu diesem Thema!!
      Ich finde, dass es in der heutigen Zeit, wo alles so schnell und oberflächlich scheint, wirklich wichtig ist einen Weg für sich zu finden. Denn Glauben kann tatsächlich helfen, einen Halt in dieser unsicheren Welt zu finden.

      Ich teile deine Meinung, dass es auf die Erfahrungen im Leben ankommt. Und vielleicht ist das ja schon der größte Vertrauensbeweis, den wir Gott damit erbringen…!? Indem wir an diesen Prüfungen wachsen..!

      Ich finde die Plakate übrigens auch schwierig, weil sie einen in der Regel nicht trösten, sondern befremden.

      Manchmal sehe ich solche Sätze aber als Erinnerung, wieder mehr an mich selbst und das, was wirklich wichtig ist, zu glauben!

      Wünsche uns beiden, dass wir diesen Blick nicht verlieren 😉 Kuss L*

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