Das Ziel ist der Weg- wie fühlen sich Herzenswege an??

 

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Ihr lieben Wolkengucker!!

Ich muss mal kurz vor Eigenlob stinken. Denn ich habe soeben die vierte 1,0 in meinem Journalismus- Studium zurückbekommen!

Es macht mich gerade jeden Tag glücklich, dass ich gut in dem bin, was mich interessiert. Und niemals hätte ich gedacht, dass das Journalismus sein würde.

Als ich vor zwei Jahren meinen Job bei der IKK kündigte und in meinem kleinen Aygo Richtung große Freiheit fuhr, war ich erstmal ziemlich überfordert. Äußerlich endlich frei, saß mein Herz innerlich in einem Gefängnis. Ein dickes Schloss aus Ängsten und Zweifeln hing davor.

Ich hatte keine Ahnung, wo ich den Schlüssel diesmal verlegt hatte. Und noch weniger, wo ich suchen sollte.

Mein Leben lang hatte ich viele unterschiedliche probiert. Fand viele Schlüsselmacher. Ließ mir sogar einige von anderen nachmachen. Aber keiner wollte wirklich passen. Dann half mir mein Schmerz, endlich aufzuhören, mich in die falschen Schubladen zu quetschen.

Und der Mut einen Bruch zu machen.

Endlich mal nicht zu wissen, was kommt. Mir einzugestehen, dass ich verloren bin. Ohne eine Ahnung, wo mein Platz auf dieser Welt eigentlich sein sollte.

Und seltsamerweise war ich glücklich mit dieser Erkenntnis. Denn nichts macht ein Herz glücklicher, als endlich gehört zu werden. Und ja, die Erkenntnis, dass es wie vorher nicht weiter geht, man im Nirgendwo feststeckt, keine Ahnung hat, wo man am Ende landet, all dies ist Teil eines echten Herzensweges.

Ich fing an viele Schlüssel zu probieren, verzweifelte oft, gab nicht auf und irgendwann öffnete sich die Tür zu einem Raum, den ich lange nicht mehr betreten hatte. Ganz verstaubt und eingemottet, in der hinter letzten Ecke, da lagen sie: Meine Herzenswünsche.

Jahrelang hatte ich sie nicht beachtet. Sie verdrängt, vergessen und schlimmer noch: Mich sogar für sie geschämt. Heimlich fing ich an mein Buch zu schreiben, beiläufig erzählte ich, dass ich für eine Berliner Zeitung schreibe, ungläubig wurde ich ich selbst.

Jetzt, zwei Jahre später, bin ich noch längst nicht angekommen. Bin noch nicht dort, wo ich sein möchte. Aber ich fühle mich das erste Mal in meinem Leben auf einem Weg. Lebe ein Leben, dass viele nicht verstehen, aber meins ist. Habe eine drei-Tage-Woche für die Sicherheit, studiere die anderen zwei Tage Journalismus, blogge am Wochenende und so gar keine Ahnung, wo ich nächstes Jahr sein werde.

Manchmal macht mir das tierische Angst. Aber ich kann und möchte nicht mehr zurück in mein altes Leben. Denn es ist mein ganz eigener Weg. Ohne klare Zukunft. Aber mit einem klaren Ziel vor Herzen.

Und vielleicht heilt ja nicht nur Zeit alle Wunden. Vielleicht ist die beste Füllung für Löcher im Herzen, diese : Die Hoffnung auf Erfüllung.

Hier fünf Dinge, die Steine aus einem Herzensweg räumen ->


 

Lilia’s Checkliste “Dynamit für Herzen”:

 

1. Gebe Energie in deine Zukunft -> nie in deine Vergangenheit !IMG_0185

2. Wenn du verzweifelst -> frag das Universum !

3. Gehe auf Abstand zu Menschen -> die deine Wünsche lächerlich machen !

4. Vergleiche dein Leben nicht mit anderen -> jedes Herz hat seinen eigenen Weg !

5. Höre nicht auf zu suchen -> bis du dich eins mit deinem Leben fühlst!

 


 

Und mittlerweile glaube ich gar nicht mehr an diesen einen Schlüssel, der all unsere Gefängnisse aufschließt.

Manchmal muss man die Gitter mit viel Mut und Kraft aufbiegen. Und sein Herz mitten durch quetschen.

 

Herzenswege sind sexy & fühlen macht frei,

Eure L*

 

And I may snap and I move fast-
But you won’t see me fall apart-
‘Cause I’ve got an elastic heart

Sia (Elastic Heart)

 

9 opinions on “Das Ziel ist der Weg- wie fühlen sich Herzenswege an??”

  1. Liebe Lilia,

    so war. Ich stecke gerade mittendrin bzw. kurz davor keine drei Monate mehr, dann endet mein Arbeits- und Mietvertrag und ich lasse mein komplettes Leben hier hinter mir und weiß nicht wie es weiter und wohin es geht. Ich spüre diese Angst von der du schreibst sehr stark, mir wird manchmal schon fast schlecht davon. Aktuell habe ich noch nicht das passende Mindset zur Beruhigung gefunden. Aber vielleicht ist dies auch wie du schreibst: es braucht eben alles seine Zeit!

    Schön, dass du deinen Herzensweg gehts – unbeirrt und mutig. Das inspiriert mich und gibt mir Kraft und Zuversicht. Danke dafür!

    Alles Liebe,
    Belinda

    P.S. Was machst du wenn das Universum nicht antwortet oder du es nicht verstehst?

    1. Meine liebe Belinda,

      vielen Dank für deine lieben und ehrlichen Worte! Du inspirierst mich auch zu meinem nächsten Post 🙂

      Ich kann Deine Angst sehr, sehr gut verstehen und kann dir wirklich nur von Herzen sagen: Sie gehört dazu, du wirst schon sehen! Und ich bewundere deinen Mut jetzt schon!!

      Zu deiner Frage: Da musste ich lange drüber nachdenken und bin zu dem Schluss gekommen, dass auch keine Antwort manchmal eine Antwort ist. Ich bin oft sehr ungeduldig mit mir und sehe das dann als meine Lernaufgabe. Und ganz konkret: Ich ignoriere eine Zeit das Universum und versuche einfach zu sein und zu machen, was mir gerade Spaß macht. Dann lässt die Angst meistens nach – und entspannter, öffnet sich dann wieder eine Tür 😉

      Wir lesen uns ja bestimmt noch vor deinem Aufbruch- aber bitte lass mich wissen, wo dein Herz dich hin trägt!

      Kuss L*

  2. Liebe Lilia,

    So ein wunderbarer Post. Du machst mir Mut! Ich stehe gerade am Anfang dieses Weges. Mir ist irgendwie klar, wohin es gehen soll, aber die ersten Schritte muss ich noch gehen und sie machen mir Angst. Es ist ungewohnt für mich, meine Sicherheiten aufzugeben und ich fürchte die Reaktionen aus dem Freundes- und Familienkreis. Ich muss noch ein bisschen Mut zusammen kratzen. Bis zu meiner selbst gewählten Deadline im November habe ich ja noch etwas Zeit. Aber wenn ich daran denke kriege ich Herzrasen und schwache Knie.
    Wenn du vielleicht noch ein paar Tipps hast, wie du das am Anfang durchgestanden hast (falls es nicht zu lange her ist), würde ich mich freuen 🙂

    Liebe Grüße
    Anna

    1. Meine liebe Anna,
      vielen Dank für deine schönen Worte und deine Ehrlichkeit! Ich finde es ganz toll, dass du die ersten Schritte schon geplant hast und sogar schon weißt, wo es hingehen soll! Das ist das Doppelte von dem, was ich am Anfang wusste und wirklich Gold wert!

      Deshalb würde ich dir auch raten: Konzentriere dich auf dein Ziel und blende die Leute aus, die dich verunsichern! Und nimm dir vielleicht jeden Tag eine kleine Aufgabe vor, die für dich Sinn macht oder auf dieses Ziel hinsteuert! Bei mir war das jeden Tag aufstehen, spazieren gehen und danach ein Kapitel von meinem Buch zu schreiben! Es hat mir sehr geholfen, nicht in ein Loch zu fallen. Weil Angst ganz natürlich und normal ist, wenn erstmal alle Sicherheiten wegbrechen!! Aber daraus wird Stärke, glaub mir!

      Ich wünsche dir alles Liebe für deinen Neuanfang und bitte lass mich wissen, wie es weiter geht, ja? Bin neugierig 🙂

      Kuss L*

  3. Hallo Lilia,

    du hast meine vollste Bewunderung und meinen Respekt für diesen mutigen Schritt. Gleiches gilt für alle, die ähnliches vorhaben. Ich bin noch auf der Suche nach der beruflichen Erfüllung, zwar weiß ich was es sein könnte, aber es will mit der Umsetzung nicht so recht klappen. Am frustrierendsten sind dann Bewerbungsprozesse, bei denen man trotz passender Qualifikation nicht berücksichtigt wird oder es einfach gar kein Feedback gibt. Vermutlich ein Problem vieler Großkonzerne, aber aktuell habe ich andere persönliche Ziele, sodass ich eine komplette Aufgabe dieser Sicherheit nicht in Betracht ziehe. Die größte Hoffnung setze ich aktuell in einen guten Kontakt innerhalb der Firma, der mir vielleicht die Chance gibt, das Fachgebiet zu wechseln, obwohl ich nicht die entsprechende Ausbildung dafür habe. Vitamin B ist ja bekanntlich immernoch das wirksamste Mittel, wenn man sich verändern möchte.

    Aktuell versuche ich über mein Privatleben so viel positive Energie zu ziehen, die dann die Unzufriedenheit mit der Arbeit mal mehr und mal weniger gut ausgleicht. Auch der Blog hilft mir, so manches niederzuschreiben und damit in meinem Kopf zu sortieren, das vorher nicht so einfach möglich war. Die damit zusammenhängenden neuen Kontakte und der Austausch über die Kommentare tut dann noch sein übriges dazu. Da wird so ein Blog zumindest im Hintergrund der eigentlichen Posts zu kleinen Therapiesitzungen 😉

    Drücke dir weiterhin die Daumen für deinen Weg.
    Viele liebe Grüße, Silke

    1. Liebe Silke,

      vielen Dank für deine Ehrlichkeit und deine Bewunderung 🙂
      Tatsächlich ist mit Vitamin B alles leichter- aber Veränderung geht auch ohne!! Es dauert länger, ist mühsamer, aber am Ende kannst du zurückblicken und stolz sein, es ganz allein geschafft zu haben!! So geht es mir gerade, und ich wünsche Dir von Herzen eine Tür, die sich bald öffnet!!

      Schön, dass du privat schon angekommen bist! Liebe macht natürlich- wie so oft im Leben- alles leichter 😉
      Fühl dich gedrückt und bis bald- zu unserer nächsten kleinen Therapiesitzung (hihi- hast so Recht)! Kuss L*

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