Kein Wille ist auch ein Weg- wie fühlt sich wollen an ??

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Ihr lieben Wolkengucker!!

Vor der Veränderung, kommt immer die große Verwirrung.

Heutzutage ist es wahnsinnig schwer, in aller Ruhe verwirrt zu sein. Die letzten Jahre konnte ich das am eigenen Herz erfahren.

Eine lange Zeit lang wusste ich nicht, wie es weiter gehen sollte. Wusste nicht, was ich mit mir und meinem Leben anfangen möchte. Trotzdem sollte ich mich ständig definieren. Sollte ständig einen Plan und Antworten auf, viel zu viele, Fragen haben.

Sonst kamen sie. Schnell und ungefragt. Oft gut gemeint und schlecht gedacht: Ratschläge.

Manche fühlten sich tatsächlich, wie ein guter Rat an. Andere, waren einfach nur Schläge. Verpassten meinem Herzen einige blaue Flecken mehr. Setzten es unter Druck und schnürten ihm weiter die Luft ab.

Sei mutig, sagten sie. Und wussten nicht, wie sich Ängste anfühlen. Du hast doch nichts zu verlieren, sagten sie. Und wussten nicht, wie sich Verlust anfühlt. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, sagten sie. Und wussten nicht, dass ich keinen Willen mehr hatte.

Denn was ist, wenn ich gerade nicht weiß, wer ich bin, und was ich will? Gibt es dann keinen Weg für mich? Oder noch schlimmer: Hört er einfach auf, und ich stehe mit einem Herz vorm Abgrund? Verzweifelt flehte ich das Universum an. Doch es antwortete nicht.

Jetzt, nach fast zwei Jahren, habe ich die Antwort: Wo kein Wille ist, ist auch ein Weg !

Denn vor einigen Jahren gab es so einiges, das ich nicht wollte. Und mein eigener Herzensweg ergab sich ausschließlich aus diesen Dingen.

Ich wollte nicht mein Leben lang seelen-tötende Dinge in einen PC eingeben. Ich wollte es nicht normal finden, frustriert nach Hause zu kommen. Ich wollte nicht für andere funktionieren und mich dabei leer fühlen.

Also, machte ich mich auf und tat das Gegenteil. Probierte mich solange aus, bis mein Herz schließlich seinen Willen wieder fand.

Und einen Ratschlag, der Herzen Räder schlagen lässt:

Das Leben ist viel zu kompliziert, als dass sich unsere Herzen nicht manchmal verstrickten. Dann hilft nur, all unsere Maschen links liegen zu lassen. Und irgendwann entknotet es sich von ganz alleine.

Hier fünf Dinge, die ich in Zukunft für mein Herz will. Oder nein, am liebsten jetzt. Und sofort  ->


 

Lilia’s Checkliste “Ja ich will”:Attachment-1

1. Ich will Menschen um mich herum -> die mir wirklich zuhören !

2. Ich will mich verteidigen -> wenn ich verletzt werde !

3. Ich will meine Leere -> mit soviel Sinn wie möglich füllen !

4. Ich will mich ausruhen lassen -> wenn ich erschöpft bin !

5. Ich will akzeptieren -> dass meinem Herzen Liebe wichtiger, als Leistung, ist !

 


 

Gegen Verwirrung und Knoten im Herzen hilft die Mischung, aus ausprobieren und freiem Fall. Den Moment, bevor es fällt, hält unser Herz vor Aufregung die Luft an.

Dann fängt es wieder an zu hüpfen.

 

Wollen ist sexy & fühlen macht frei,

Eure L*

 

I’ll tell you what I want, what I really, really want –
So tell me what you want, what you really, really want

Wannabe (Spice Girls)

3 opinions on “Kein Wille ist auch ein Weg- wie fühlt sich wollen an ??”

  1. Hallo Wolke,

    vielen Dank für deinen schönen und klugen Text.
    Ist auch gerade irgendwie mein Thema 🙂 woher soll ich wissen, was ich will, wenn ich früher das gemacht habe, was andere wollten, das ich tue und wie ich bin. Zumindest weiss ich, das ich nicht mehr das tun will, was die anderen von mir wollen. Wie es in einem Gedicht von Booth heisst, zurück zu dem Zeitpunkt, an dem vom stolzen “ich bin” das “ich soll sein” wurde, und diesmal die richtige Abzweigung nehmen 🙂

    Bei deinem Text fiel mir spontan Rilkes, “über die Geduld” ein:
    ……..
    Man muss Geduld haben
    Mit dem Ungelösten im Herzen,
    und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
    wie verschlossene Stuben,
    und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
    geschrieben sind.

    Es handelt sich darum, alles zu leben.
    Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
    ohne es zu merken,
    eines fremden Tages
    in die Antworten hinein.
    ————————————–

    Eine gute Woche mit viel zuhören, verteidigen, füllen, ausruhen und akzeptieren 🙂

    Martin

    1. Hallo Martin- vielen Dank für deine schönen Worte und Zitate! ..schön, mal wieder von dir zu lesen 🙂

      Mit der Geduld hast Du Recht, und ehrlich gesagt bin ich noch nicht sicher, ob ich wirklich dazu gelernt habe 😉 …aber für mich war es eine große Lektion meinen Willen wiederzufinden. Denn tatsächlich hatte ich irgendwann vergessen, dass man für seine Ziele kämpfen muss.

      Toll, dass du auch an dem Punkt bist, Deine eigenen Wünsche wieder ernst zu nehmen! Das ist der wichtigste Schritt zum Glück!!

      Dir auch eine schöne Woche- mit ganz viel Mut, auf Dich selbst zu achten 😉 & alles Liebe,

      L*

  2. Hallo liebe Lilia,

    ich kann dich sehr gut verstehen, manchmal hilft es einem zu wissen, was man nicht will. Bei mir läuft es zwar mit der beruflichen Veränderung immernoch nicht so wie ich es mir wünsche, aber ich kämpfe weiter dafür. In Momenten wie Anfang der Woche, in denen ich kurz der Verzweiflung nahe war, führe ich mir vor Augen, was ich schon erreicht habe und was mich glücklich macht. Sehe es ganz genauso, dass mir wichtiger ist, etwas gern zu tun als nur auf Karriere, Gehalt etc zu schielen, das einen allein nicht glücklich und zufrieden macht. Diese Erfahrung habe schon schmerzlich hinter mir, aber es war trotz allem eine wichtige Lehre für mein Leben. Denke so ist es immer mit Rückschlägen oder Momenten, in denen einfach alles schief läuft, irgendwann erkenne ich, dass es mir insgesamt geholfen. Drücke dir weiter die Daumen, dass du deine Ziele erreichst.

    Viele liebe Grüße, Silke

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